Leitbild

Das Fridlihuus in Glarus ist ein Wohnhaus für erwachsene Menschen mit einer Körperbehinderung, die wegen ihrer Behinderung dauernd oder zeitweise auf Hilfeleistungen Dritter angewiesen sind. Sie können aufgenommen werden, wenn sie die Fähigkeit zur Eigenverantwortung besitzen, und die Bereitschaft und Fähigkeit zur Bedienung der technischen Infrastruktur (insbesondere die Betätigung des Notrufes) mitbringen. Ihnen soll hier selbstbestimmtes und eigenverantwortliches Wohnen und Leben ermöglicht werden. Die BewohnerInnen des Fridlihuus sollen, unabhängig vom Schweregrad und der Art ihrer Körperbehinderung, von Religions- oder Kulturzugehörigkeit mit Achtung und Respekt optimal gepflegt und in der Tagesgestaltung ihren Fähigkeiten, Interessen und Neigungen entsprechend unterstützt werden. Es gelten für sie dieselben Rechte und Pflichten wie für Menschen ohne Behinderung.

Die Aufnahme der BewohnerInnen erfolgt durch eine Aufnahmekommission. Einwohner des Kantons Glarus erhalten den Vorzug; nach Möglichkeit können Interessenten aus andern Regionen berücksichtigt werden. Die BewohnerInnen erhalten einen Miet- und Dienstleistungsvertrag, in dem Dienstleistungsangebot sowie Benutzung und Kündigung der Wohnungen und der allgemeinen Räume geregelt sind.

Von der Aufnahme ausgeschlossen sind Menschen mit einer schweren psychischen oder einer geistigen Beeinträchtigung sowie Menschen mit einer Suchtkrankheit.

Im Fridlihuus …

  • wird die Selbständigkeit (körperlich, geistig, finanziell und sozial) erhalten und gefördert;
  • werden die Privatsphäre und Eigenart gewährt bzw. respektiert und die Gemeinschaft ermöglicht;
  • werden die Hilfeleistungen in der Pflege / Betreuung und in der Tagesgestaltung nach dem Bedarf der BewohnerInnen ausgerichtet;
  • wird in der Arbeitsbeschaffung und Tagesgestaltung Unterstützung angeboten;
  • wird der Kontakt zur Umwelt erleichtert;
  • begegnen wir dem sozialen Umfeld der BewohnerInnen und beziehen es in unsere Aktivitäten in der Art, wie es die/der betroffene BewohnerIn wünscht, ein;
  • wird eine Durchmischung von leicht-, mittel- und schwerbehinderten BewohnerInnen angestrebt;
  • werden bei Stellenbewerbungen Menschen mit einer Behinderung und gleichen fachlichen Voraussetzungen bevorzugt;
  • wird bei der Bestellung der Kommissionen eine angemessene Vertretung von Menschen mit einer Behinderung angestrebt;
  • ist eine Hausordnung vorhanden;
  • haben BewohnerInnen und Mitarbeitende das Recht, einen BewohnerInnen- bzw. MitarbeiterInnenrat zu gründen; Mitdenken und Mitplanen sind erwünscht und Anträge müssen von
  • der Hauskommission bearbeitet werden;
  • wird an einer permanenten Verbesserung der Dienstleistungen gearbeitet;
  • wird die interne und externe Kommunikation stark gewichtet und gepflegt;
  • werden Konflikte thematisiert und konstruktiv bewältigt;
  • werden trotz grosser Aufmerksamkeit Fehler gemacht – wir pflegen einen offenen Umgang damit, beheben oder begrenzen den Schaden und das Risiko, das so entdeckt werden konnte;
  • wird mit finanziellen und materiellen Mitteln ein ökonomischer und ökologischer Umgang gepflegt. Das Personal wird ökonomisch eingesetzt;
  • wird die Aus- und Weiterbildung betriebsintern und -extern gefördert;
  • wird das Leitbild periodisch überprüft und bei Bedarf angepasst.